Aktuelle Ausgabe: OWEP 1/2018

Schwerpunkt: Weichenstellungen in Europa

Lesen Sie den Artikel 1918 – Eine Welt im Umbruch von
Jochen
Böhler
im Volltext.

Aktuelles

21. Februar 2018

Aus der OWEP-Redaktion

Auch wenn wir uns kalendarisch allmählich dem Frühling nähern, ist festzustellen: Der Winter hat weite Teile Deutschlands immer noch fest im Griff, wie der Blick aus meinem Bürofenster zeigt. Frostige Stimmung liegt leider auch immer noch über dem politischen Europa, denn die Diskussionen über die künftige Entwicklung der Europäischen Union, die das Jahr 2017 geprägt haben, bestimmen weiterhin die Bühne in den europäischen Hauptstädten. Da sich in diesem Jahr das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal jährt, legen sich im Zusammenhang mit der Erinnerung an das Jahr 1918 Vergleiche der damaligen Lage Europas mit der heutigen Situation nahe. Viele aktuelle Probleme gehen auf die Veränderungen der europäischen Landkarte zurück, die das Ergebnis der Friedensschlüsse nach dem Ersten Weltkrieg („Pariser Vorortverträge“) waren. Anstelle eines dauerhaften Friedens legten sie vielfach den Keim für neue Auseinandersetzungen, die letztlich in die noch größere Katastrophe des Zweiten Weltkriegs einmündeten.

Das aktuelle Heft „Weichenstellungen in Europa“ greift diese Zusammenhänge auf und bietet reichlich Stoff zum Vergleich zwischen den damaligen und heutigen Dissonanzen in Politik und Gesellschaft. Im Mai dieses Jahres wird die Ausgabe „Wege zur Versöhnung“ erscheinen, die thematisch auf den letzten Heften aufbaut und anhand einiger Beispiele (darunter Deutschland/Polen, Bosnien und Herzegowina und Albanien) darlegen wird, wie schmerzhaft noch immer die Folgen der Verletzungen zwischen Individuen und Völkern in Europa sind, die das 20. Jahrhundert mit zwei Weltkriegen und zahlreichen anderen Konflikten verursacht hat. „Versöhnung“ und „Aussöhnung“ sind langwierige Prozesse, und nicht immer gelingen sie, wie das Heft zeigen wird.

Christof Dahm

21. November 2017

Aus der OWEP-Werkstatt

Cassandra Speer B. A., derzeit Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, hat sich in Ergänzung zu ihrer Analyse in OWEP 3/2017 „Freund oder Feind – Kirche und Populismus in Europa“ (Schwerpunkte: Polen und Ungarn) auch mit der Rolle der Kirchen im aktuellen politischen Geschehen in der Tschechischen Republik befasst. Ihr Beitrag „Eine vertane Chance?! – Die katholische Kirche in Tschechien“ findet sich hier.

Dr. Christof Dahm

09. November 2017

Aktuelles aus der OWEP-Redaktion

Bei ihrer letzten Redaktionssitzung in diesem Jahr am 19. Oktober in Köln hat die Redaktion über das Themenspektrum des nächsten Jahres gesprochen. Heft 1/2018 wird einen Blick auf die Entwicklungen werfen, die Europa nach dem Ende des Ersten Weltkriegs geprägt haben. So werden u. a. die Folgen des Zusammenbruchs Österreich-Ungarns für Südosteuropa skizziert, aber auch der technische Fortschritt im Bereich von Kommunikation und Mobilität und die veränderte Stellung der Frau durch die Einführung des Frauenwahlrechts werden dargestellt. Heft 2/2018 wird sich dem weiten und schwierigen Feld der Versöhnung in Europa widmen.

Immer noch – und wahrscheinlich noch auf lange Zeit – aktuell ist die Beschäftigung mit den populistischen Strömungen in Europa, die im Mittelpunkt von Heft 3/2017 stand und auch Thema der Podiumsdiskussion am 19. Oktober in Köln war. Das Heft hat ein überraschend großes Echo hervorgerufen; so gibt es auch Überlegungen, Teile davon in polnischer Sprache in der Zeitschrift „Więź“ zu veröffentlichen, wie Burkhard Haneke, Mitglied der OWEP-Redaktion, bei einem Gespräch Ende Oktober mit dem Chefredakteur dieser Zeitschrift, Zbigniew Nosowski, in Warschau erfuhr.

Am 7. November jährte sich zum 100. Mal der Tag der Oktoberrevolution in Russland. Aus Anlass dieses Ereignisses wird in Kürze Heft 4/2017 mit dem Schwerpunkt „100 Jahre Oktoberrevolution. Eine alternative Chronik der Sowjetunion“ erscheinen, das 75 kurze Beiträge zu ganz unterschiedlichen Themen aus der Geschichte der Sowjetunion zwischen 1927 und 1991 enthält. Als ein Beispiel sei hier das Jahr 1957 mit dem „Sputnik-Schock“ erwähnt: Der Sowjetunion war es am 4. Oktober 1957 gelungen, als erster Staat einen Satelliten in eine Erdumlaufbahn zu bringen. Damit begann der „Wettlauf ins Weltall“ zwischen den USA und der Sowjetunion.

Dr. Christof Dahm

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